Schlafprobleme nach toxischen Beziehungen – Was tun?

(Von Manja Kendler)

Überschüssiges Adrenalin im Blut, Gedankenkreiseln, verliebt sein, Ängste, schweres Essen, störende Lärmquellen wie Licht und Geräusche, Biorhythmus, ein energetisch ungünstiger Schlafbereich, Gedankenkreisel …

Unser Schlaf kann an vielerlei Hindernissen scheitern.

Auch die Trennung von narzisstischen Partnern geht einher mit einer leicht erklärbaren Schlafstörung. Da ist die Müdigkeit, die bleiern befällt und dann liegt man wach in der Nacht und hetzt dem Schlaf hinterher.

Der Prozess, der mentalen Entgiftung und Neuorientierung, verbraucht Energie und benötigt Verarbeitungszeit. Zum anderen fordert der Alltag unsere Aufmerksamkeit, sodass die Zeit fehlt, gedanklich alles zu verarbeiten. Das kommt dann nachts. Fehlender Schlaf macht sich nicht nur körperlich bemerkbar, Schlaf nutzt uns Gelerntes und Erfahrenes zu verarbeiten –  Entscheidungen zu treffen.

So hat jeder ein individuelles Schlafverhalten, gekoppelt an die innere Uhr. Da können sich aus Heilpraktikersicht Organe bemerkbar machen, aber auch unser Alltagsstress, Emotionen und Gefühle, die uns um den Schlaf bringen, den Schlaf rauben.

Tatsächlich ist schlechter Schlaf nicht förderlich für die Gesundheit. Bereits eine durchzechte Nacht bringt schon einiges an Hormonen und Stoffwechselprozessen durcheinander. Forscher meinen, Gefahren darin zu erkennen, wenn jemand dauerhaft nur 6 Stunden schläft. Das führe früher oder später zu Schlaganfällen und Herzinfarkten. Schlafmittel hingegen – da sind sie sich einig – führe zur Abhängigkeit.

Hier meine Schutzgarten-Tipps für schlaflose Nächte:

  • Blumen im Schlafzimmer eher meiden, die intensiven Gerüche können wahrlich Schlaf rauben. Eine wunderbare Schlafzimmerpflanze ist die Friedenslilie auch Einblatt genannt.
  • Melissen, Hopfen, Baldrian, Johanniskraut sowie Lavendel in Teeform sowie warme Milch mit Honig sind milde Akut-Helfer.
  • Entspannungsübungen.
  • Mandalas ausfüllen, Hörspiele, Entspannungsmusik.
  • Keine Angst vor der Schlaflosigkeit, sie ist ein Berater. Für was einfach beim nächsten Mal laut grüßen: „Hallo Schlaflosigkeit!“ Dann folgende Frage stellen: „Worauf willst Du mich hinweisen?“.
  • Vielleicht ist es die Angst vor dem Alleinsein? Ein bestimmter Druck? Was steckt dahinter? Es lohnt sich, auf Nachforschungsexpedition zu gehen. Sich mit den Gefühlen auseinandersetzen ist besser, als davor wegzurennen und sich selbst zu hindern, in dem man diesen keine Aufmerksamkeit schenkt oder zu viel.
  • Gesunder Schlaf heißt 7-8 Stunden innerhalb von 24 h nicht zwangsweise am Stück, Du kannst Dir vielleicht tagsüber den Freiraum schaffen. Dich zusätzlich auszuruhen?
  • Nicht zwanghaft liegen bleiben. Dann doch lieber aufstehen und aktiv etwas tun.
  • Gedanken aufschreiben oder auf ein Diktiergerät sprechen.
  • Das Bett, den Schlafbereich „erneuern“ und tiefenreinigen. Das sind mächtigere Energien, als ich anfangs wahrhaben wollte. Probiert es aus, alleine eine neue Bettwäsche, ein wunderbares Gefühl, welches Wunder wirken kann.
  • Keine schwere Kost zum Abend. Essen mit Anspruch an die Darmtätigkeit sowie Kopfnahrung torpedieren einen ‚gesunden‘ Schlaf.
  • „Was war heute gut?“

Wir Menschen neigen dazu, besonderen Fokus auf die negativen Dinge zu legen. Da mit Problemen wie eine toxische Beziehung oder Trennung auch Ängste, Verluste und die anderen lähmenden Gedanken und negativen Dinge schwer von der Hand zu weisen sind, ist es besonders wichtig genau da auch die positiven Dinge zu betrachten. Im Überlebensmodus, nach schweren Trennungen, ist es doch wahrlich ein Erfolg wieder einen Tag geschafft zu haben und wer viel Drama erlebte, dem sag ich gern: Je langweiliger, umso besser.

Tageslicht ist notwendig. Am besten raus in die Natur. Wenn das nicht geht, nutze Dein geöffnetes Fenster, um Sonnenlicht zu tanken.

Absinkende Temperaturen während der Schlafphase – Heizung runter! Dann kühlen wir ab und das fördert das Schlafverhalten. Übrigens ist die Variante „ein Bein draußen, ein Bein drinnen“ sehr gesundheitsfördernd.

Gemütlichkeit. Wie gemütlich ist Dein Bett? Was würde Dir helfen, es noch gemütlicher zu gestalten. Eine Flauschdecke? Eine Wärmflasche? Nackenrolle?

Da wären noch die Träume. Verantwortlich ist unsere Zirbeldrüse und das von ihr erzeugte Melatonin. Ich denke, wir lernen im Schlaf, das Erlernte zu verarbeiten, misten aus, reisen in Parallelwelten und konfrontieren uns mit uns selbst. Falls Du bewegende Träume hast, versuch Dich der Traumdeutung zu nähern. Du wirst erstaunt sein, wie Deine Seele zu Dir spricht.

Ich rate dazu, sich ein Traumtagebuch anzulegen.

Gerade nach toxischen Beziehungen ist ein Bezug zu den inneren Traumwelten unter Umständen belastend. Gebt Euch Zeit und Raum, darüber mit vertrauten Menschen zu reden.

Ein gesunder Schlaf ist weltweit Forschungsthema, es lohnt sich da ab und zu die Vielfühler im Internet auszustrecken. Ich wünsche Euch erholsame und erfolgreiche Schlafstunden. Falls Du mit diesen Tipps nicht weiterkommst, dann wende Dich bitte an den Arzt Deines Vertrauens.

Manja Kendler, Spririt-Coach, www.manjakendler.de und www.schutzgarten.com

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