Lachen als Stütze für die Seele

(Von Svenja Reithner)

Der Mensch kann von Natur aus lachen. Als Kind tut er dies noch intensiv und oftmals ohne Grund.

Mit zunehmendem Alter lässt die Häufigkeit des Lachens deutlich nach.

Angeblich wird in jungen Jahren rund 200 Mal täglich gelächelt, Erwachsene bringen es lediglich auf ca. 20 Mal pro Tag.

Wo ist das Lachen hin?

Irgendwo zwischen einer oft unbeschwerten Kindheit, der aufregenden Pubertät und der Ankunft in der Adoleszenz ist es verloren gegangen. Mit ihm sind oft auch Eigenschaften wie Spontanität, Kreativität, Ausgelassenheit und Lockerheit verschwunden. Als Kind war dies selbstverständlich, als Erwachsener dürfen wir diese Dinge plötzlich wiederfinden und trainieren.

Lachen ist gesund

Dieses Sprichwort ist aus gutem Grund den meisten Menschen ein Begriff. Lachen kann tatsächlich gesund bzw. gesünder machen. Wer regelmäßig lacht, tut sowohl seinem Körper als auch seiner Seele Gutes.

Lachen verringert Spannung im Körper, es entspannt und vertieft die Atmung. Außerdem setzt es positive Energie frei und vermehrt Glückshormone.

Mittlerweile wird Lachen auch in Kliniken bei Schmerzpatienten eingesetzt, da es schmerzlindernd wirkt. Weitere positive Auswirkungen von Lachen sind unter anderem: trainierte Muskeln, Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems sowie Senkung des Stresshormonspiegels. Wenn wir regelmäßig lachen, versetzt uns das in eine positivere Stimmung und macht uns optimistischer.

Laut und leise…

…lachend ist beides möglich.

Lachen ist für viele Menschen oft nicht so einfach. Lachen wird manchmal mit unangemessen laut sein, im Mittelpunkt stehen, Unangepasstheit und Aufdringlichkeit in Verbindung gebracht. Lachen ist und darf laut sein, es darf jedoch auch leise und bedacht sein. Jedes Lachen ist einzigartig und darf so gelebt werden, wie es aus einem herauskommt.

Durch Lachen können wir nicht nur lernen, mit Lautstärke und lauten Mitmenschen umzugehen. Genauso bietet es eine enorme Möglichkeit, seine eigenen Grenzen zu sprengen und aus sich herauszukommen. Egal ob alleine vor dem Spiegel oder in einer Gruppe gelacht wird.

Lachyoga

Lachyoga ist eine Kombination aus Lachen und Yoga. Dabei werden Lach-, Klatsch- und Atemübungen gezielt miteinander kombiniert. Es wurde 1995 vom indischen Arzt Dr. Madan Katarian entwickelt. Der Ansatz basiert auf dem „Lachen ohne Grund“. Begonnen werden die Übungen meist mit einem initiierten oder auch künstlichen Lachen. Dieses geht früher oder später über in ein echtes und authentisches Lachen bei dem das ganze Gesicht und der gesamte Körper miteinbezogen werden. Während einer Lachyoga-Session wechseln sich künstliches und echtes Lachen immer wieder ab. Je geübter die TeilnehmerInnen sind, desto mehr wird das natürliche Lächeln durchkommen. Die Einsatzbereiche sind:

  • Lachyoga-Gruppen: In regelmäßigen Treffen wird sowohl in Einzel- als auch Gruppenübungen miteinander gelacht
  • Einzel-Lachtraining/Lachcoaching: im 1:1-Setting mit dem Klienten
  • Firmen: z.B. als gelungener, gemeinschaftlicher Start in den Tag
  • Krankenhäuser: unter anderem wird hier mit Schmerzpatienten gearbeitet

Svenja Reithner, Coach für Lebenszeitmanagement, www.svenjareithner.com

 

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